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FAQ

Oft gestellte Fragen

Worin besteht die ökologische und soziale Verantwortung von H&M?

Bei H&M verstehen wir Nachhaltigkeit als Aufruf zum Handeln. Wir sprechen nicht nur darüber, sondern tun auch etwas dafür. Nachhaltigkeit ist ein fortwährender Prozess mit einer klaren Zielsetzung, der kontinuierlich optimiert werden muss. Ein Prozess, der Entschlossenheit, Leidenschaft und Zusammenarbeit mit Partnern erfordert.

Unsere Vision ist es, alle Geschäftsprozesse wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltig zu gestalten. Wenn wir diese Vision umsetzen, können wir unter Verwendung weniger Ressourcen geschäftlich erfolgreich sein. Sie trägt auch dazu bei, die Lebensbedingungen auf der ganzen Welt zu verbessern. Wir beteiligen uns an verschiedenen Projekten und Initiativen, die dieses Ziel unterstützen. Weitere Informationen finden Sie unter: hm.com/conscious

Garment Collecting

Es wird viel zu viel Kleidung weggeworfen – dagegen möchte H&M etwas tun und sammelt gebrauchte Kleidungsstücke.

Werfen Sie alte oder nicht mehr getragene Kleidung nicht weg, sondern geben Sie sie in einem H&M-Geschäft ab. Wir sorgen dafür, dass etwas Neues daraus entsteht. Auf diese Weise landen Textilien nicht mehr auf dem Müll, sondern bekommen eine zweite Chance. Hier erfahren Sie mehr:

Was ist Garment Collecting?
Wie funktioniert Garment Collecting?

Mit geringer Umweltbelastung hergestellte Kleider zu günstigen Preisen – ist das möglich?

Das Geschäftskonzept von H&M ist, Mode und Qualität zum besten Preis anzubieten. Dies erreichen wir, indem wir direkt von den Herstellern einkaufen, durch einen effizienten Logistikapparat und durch eigene Geschäfte – jedoch nicht auf Kosten unserer Nachhaltigkeitsprinzipien. Wir arbeiten in jeder Phase kostenbewusst. Tatsache ist, dass ein kostengünstiger Transport, z. B. per Schiff, auch weniger CO2-Ausstoß verursacht als teurere Transportmethoden wie das Flugzeug.

Wir unterstützen unsere Lieferanten nach besten Kräften dabei, bei der Produktion die Gesundheit von Kunden und Belegschaft ebenso zu berücksichtigen wie die Umwelt. Alle Hersteller, die Nassverfahren wie Färben und Waschen einsetzen, sind zur Abwasserbehandlung verpflichtet. Die Abwasserqualität unserer Versorgungskette muss die Qualitätsstandard der „Business for Social Responsibility (BSR) Water Group“ oder geltende Gesetze vor Ort erfüllen, je nachdem, welche strikter sind. Diese Anforderungen sind Teil unseres Lieferanten-Audit-Programms.

Wir begrenzen darüber hinaus den Einsatz gefährlicher Chemikalien durch unsere Verbotsliste, zu deren Einhaltung alle Lieferanten vertraglich verpflichtet sind. Unsere Chemikalienverbotsliste wird seit 1995 regelmäßig aktualisiert, zuletzt im Jahr 2013.

Für H&M besteht kein Interessenskonflikt zwischen günstigen Preisen und geringer Umweltbelastung.

Wie wird Kinderarbeit in der Produktion ausgeschlossen?

Die Auditoren von H&M führen regelmäßig Prüfungen durch, die sicherstellen, dass keine Minderjährigen in den Fabriken arbeiten. Es kommt äußerst selten vor, dass bei einem Lieferanten oder dessen Sublieferanten Kinderarbeit aufgedeckt wird. Sollte dies dennoch vorkommen, zieht H&M den Hersteller zu Verantwortung. Gemeinsam mit H&M und der Familie wird eine Lösung im Interesse des Kindes gesucht. Eine Untersuchung wird durchgeführt, um zu ermitteln, wie die Situation am besten im Interesse des Kindes gelöst werden kann.

Häufig besteht die Lösung darin, dass der Hersteller dem Kind eine Ausbildung finanziert und die Familie des Kindes für das ausbleibende Einkommen entschädigt wird. Wenn H&M bei einem Hersteller oder dessen Sublieferanten wiederholte Verstöße gegen das Verbot von Kinderarbeit feststellt, wird die Zusammenarbeit endgültig beendet.

Seit 2004 arbeiten wir mit UNICEF zusammen, um die Rechte der ärmsten Kinder der Welt zu schützen. Heute erreichen wir mehr als 2 Millionen Kinder und Erwachsene durch zwei Projekte in Indien und Bangladesch mit der Bezeichnung All for Children. Diese Projekte werden durch 25 % des Verkaufspreises unserer jährlichen „All for Children“-Kollektion und zusätzliche Spenden von H&M mit bislang rund 12,5 Millionen Dollar finanziert.

Werden Kosmetikprodukte von H&M an Tieren getestet?

Unsere Kosmetikprodukte werden nicht an Tieren getestet. Tierversuche werden weder in der Herstellungsphase noch nach Fertigstellung des Produkts durchgeführt.

Kann H&M garantieren, dass die Produkte aus Merinowolle Mulesing-frei sind?

Tierschutz ist wichtig für H&M und wir akzeptieren keine Misshandlung von Tieren. Wir lehnen Mulesing ab und kaufen nur von Lieferanten, die Mulesing-freie Merinowolle garantieren können.

Welche Richtlinien hat H&M für Pelz- und Leder-Produkte?

H&M verkauft keinen echten Pelz. H&M verwendet nur Leder von Schafen, Schweinen, Ziegen und Rindern, die zur Fleischherstellung gezüchtet werden. Es wird kein anderes Leder in den Produkten von H&M akzeptiert.

Wie kann ich feststellen, wo ein Kleidungsstück von H&M hergestellt wurde?

Bei allen Produkten im Sortiment von H&M ist das Herstellungsland auf dem Etikett angegeben.

Wie kann H&M sicherstellen, dass die Produkte keine schädlichen Chemikalien enthalten?

Die Gesundheit und Sicherheit unserer Kunden hat selbstverständlich für uns höchste Priorität. Daher arbeiten wir aktiv daran, den Einsatz von Chemikalien einzuschränken. Unsere Einschränkungen zählen zu den strengsten in der Branche und gehen häufig über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Alle Hersteller von Produkten für H&M sind vertraglich zur Einhaltung der Verbotsliste verpflichtet.

Wir wenden das Vorsorgeprinzip an. Das bedeutet, dass wir die Verwendung von Chemikalien auch dann einschränken, wenn eine wissenschaftliche Unsicherheit bezüglich ihrer Schädlichkeit besteht. Wir testen unsere Produkte regelmäßig – entweder selbst oder durch Drittanbieter – um sicherzustellen, dass sie keine schädlichen Chemikalien enthalten. Seit 2013 sind perfluorierte Chemikalien (PFCs) in allen Produkten von H&M verboten. Wir sind auch Mitglied der Organisation „Roadmap to Zero“ mit dem Ziel, den Ausstoß gefährlicher Chemikalien auf Null zu senken.

Warum sind die Gehälter in den Fabriken so niedrig?

Wir stimmen zu, dass die Gehälter in einigen Produktionsländern zu niedrig sind. Seit jeher war unsere Vision, dass alle Arbeitnehmer in der Textilbranche von ihrem Gehalt leben können. Dies ist auch in unserem Verhaltenskodex festgelegt.

Im November 2013 haben wir eine neue Roadmap entwickelt, die diese Vision widerspiegelt: Alle unsere Lieferanten sollen faire Gehälter zahlen, die die Grundbedürfnisse der Arbeitnehmer decken. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Beschaffungspraktiken von H&M. Eine weitere Komponente ist eine gut ausgebildete Belegschaft, deren Gehälter in Zusammenarbeit mit gewählten Gewerkschafts- oder anderen Arbeitnehmervertretern verhandelt und jährlich geprüft werden.

Da H&M die Fabriken, in denen die Produkte hergestellt werden, weder besitzt noch betreibt, sind nicht wir es, die die Gehälter festlegen oder auszahlen. Dennoch tragen wir eine große Verantwortung und tun alles, um höhere Gehälter in den Produktionsländern durchzusetzen. Mit unserer ganzheitlichen Gehaltsstrategie möchten wir zu einer positiven langfristigen Entwicklung und höheren Gehältern für die Textilarbeiterinnen und -arbeiter beitragen.

Wie überprüft H&M die Einhaltung des Verhaltenskodex durch die Lieferanten?

Wir setzen Vollzeit-Auditoren ein, deren Aufgabe darin besteht, die Einhaltung unseres Verhaltenskodex zu überprüfen. Die Prüfungen erfolgen anhand einer Liste mit über 300 Punkten hinsichtlich Arbeitsbedingungen, Arbeitsumgebung etc. Nach jeder Prüfung fassen wir die Ergebnisse in einem Bericht zusammen, der die Bereiche aufzeigt, die verbessert werden müssen. Dem Lieferanten wird ein Termin gesetzt, bis zu dem er einen Maßnahmenplan einreichen muss. Die Auditoren besuchen dann die Fabriken, um zu prüfen, ob die Maßnahmen auch umgesetzt wurden. H&M unterstützt die Verbesserungsarbeit der Lieferanten auch durch Schulungen und verschiedene Projekte. Hier erfahren Sie mehr über unsere Prüfung der Einhaltung des Verhaltenskodex.

Warum beschäftigt H&M eigene Auditoren?

Indem wir die Audits selbst durchführen, können wir uns ein umfassendes Bild davon machen, inwieweit unsere Lieferanten unsere sozialen und ökologischen Standards einhalten. Darüber hinaus hat die Integration unserer unternehmerischen Verantwortung in den tagtäglichen Betrieb für H&M hohe Priorität. Bei der Auswahl von Lieferanten werden diese von unseren Auditoren gründlich geprüft. Sie treffen die endgültige Entscheidung, ob ein Lieferant oder eine Fabrik unsere Mindestanforderungen erfüllt.

Nur nach Genehmigung durch unsere Auditoren können einer Fabrik Aufträge erteilt werden. Alle Fabriken, die diese erste Bewertung bestehen, unterliegen unserem „Full Audit Programme“ (FAP). Im Rahmen des FAP überwachen wir laufend den Fortschritt der einzelnen Fabriken und arbeiten daran, alle eventuell festgestellten Nichteinhaltungen unserer Standards zu beheben. Jede Nichteinhaltung erfordert, dass der Lieferant einen Maßnahmenplan vorlegt, dessen Umsetzung von uns geprüft wird. Bei Bedarf unterstützen wir den Betrieb bei der Umsetzung dieses Plans.

Zusätzliche Prüfaudits werden von der Fair Labor Association (FLA) durchgeführt, die die Qualität unserer Audit-Programme sicherstellt und uns bei der Verbesserung unserer Prüfmethoden unterstützt. Dies ist insofern wichtig, da wir die Ursachen von Nichteinhaltungen auf transparente, vertrauenswürdige und nachhaltige Weise beseitigen möchten. Zusätzlich ist die Mitgliedschaft bei der FLA eine gute Gelegenheit zur Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen und den FLA-Partnerorganisationen mit dem Ziel, die Arbeitsstandards in unserer Wertschöpfungskette zu verbessern.

Wie trägt H&M zu mehr Nachhaltigkeit in der Baumwollproduktion bei?

H&M setzt sich für die Verbesserung der Bedingungen beim Baumwollanbau ein. Dazu gehört unser aktives Engagement in der Better Cotton Initiative (BCI), in dessen Führungskomitee wir vertreten sind. Die Vision der Initiative BCI ist es, Millionen von Farmern weltweit dabei zu unterstützen, Baumwolle auf nachhaltige Weise für die Landwirtschaft und die Umwelt anzubauen. Weitere Informationen dazu finden Sie unter BCI.

H&M bietet auch Kleidungsstücke, die aus Bio-Baumwolle hergestellt sind. Die Baumwolle in diesen Kleidungsstücken stammt zu 100 % aus ökologischem Anbau und wird durch unabhängige Institutionen wie die Control Union oder IMO zertifiziert. Ein Teil unserer Kinder- und Babykleidung besteht ebenfalls aus ökologisch angebauter Baumwolle. Wir machen den Baumwollfarmern deutlich, dass ein Bedarf an Bio-Baumwolle besteht, und ermutigen sie zur Umstellung von konventioneller auf ökologische Produktion. Heute ist H&M einer der größten Abnehmer von Bio-Baumwolle weltweit. Hier erfahren Sie mehr über die Zertifizierung von ökologisch angebauter Baumwolle.