Warum Pilotenbrillen so gute Begleiter sind

Man sieht cooler aus, wenn die Leute einem nicht unmittelbar in die Augen sehen können, aber das ist noch längst nicht alles.
15. August 2017

Die Pilotenbrille entstand Anfang des 20. Jahrhunderts, als Flugpiloten in Gefilde vordrangen, in denen ihre Augen vor eisigen Böen und Minustemperaturen um die 50 Grad Celsius geschützt werden mussten. Zu den Lederanzügen und schweren Hauben der ersten Flugpioniere gehörte auch eine pelzumrandete Brille mit tropfenförmigen Gläsern. 

1920 flog der amerikanische Pilot Shorty Schroeder als Erster mit dem Doppeldecker in einer Höhe über 10.000 Metern, doch dieser rekordbrechende Flug wäre beinahe in einer Katastrophe geendet – wegen seiner Brille. Das gute Stück beschlug nämlich, und Schroeder blieb nichts anderes übrig, als sie während des Fluges abzunehmen, woraufhin er nicht mehr klar sehen konnte und seine Augen Frostschäden erlitten – tausende Meter über dem Erdboden war er plötzlich regelrecht blind. Zum Glück gelang es ihm, sich und das Flugzeug heil wieder zurück zur Erde zu bringen, doch seine Augen waren danach stark in Mitleidenschaft gezogen. Nach diesem Vorfall versuchte sich noch ein weiterer Pilot, John Macready, an diesem Stunt und verließ sich zum Schutz seines Augenlichts ebenfalls voll auf die Brille. Seine Augen litten zwar nicht unter der Kälte, dafür aber unter den kräftigen Sonnenstrahlen in der Stratosphäre. 

Zurück auf der Erde begann der Pilot in Zusammenarbeit mit Bausch & Lomb, einem Hersteller für optische Geräte, Sonnenbrillen mit einem besseren UV-Schutz zu entwickeln. Macready kümmerte sich um die Form und die passenden Maße, während das Unternehmen die Gläser entwickelte. 1936 kamen die Ray-Bans auf den Markt, wie das Label sein Produkt nannte, damals noch als Sportausrüstung, geeignet zum Angeln und Golfen. Ihr schnittiges Tropfendesign und die schützenden Gläser machten sie schnell zur Kultbrille, und im Zweiten Weltkrieg wurde sie mit Vorliebe von amerikanischen Soldaten getragen, allen voran General Douglas MacArthur. 

Bei Kriegsende war die Pilotenbrille längst zum Mainstream geworden. Das zeitlose Design gehört zu den am eifrigsten kopierten der Welt, und der Style ist quasi gleichbedeutend mit der Bezeichnung Sonnenbrille. 

Pilotenbrillen sind einfach cool und lassen jeden, egal wie alt oder welchem Stil verpflichtet, cooler aussehen. Bei Schauspielern wie Jennifer Aniston und Brad Pitt stehen sie hoch im Kurs, und man sieht sie immer wieder an Ikonen wie Hunter S. Thompsen und Gloria Steinem. Heute feiern wir die Sonnenbrille, indem wir unten in der Liste unsere H&M-Favoriten präsentieren. Klicken Sie sich durch und besorgen Sie sich ein Exemplar, falls Sie Ihre Augen vor UV-Strahlen oder Wind schützen oder einfach wie ein Star aussehen wollen!

 

Mehr über unsere anderen Modefavoriten und deren Geschichte erfahren Sie hier.

DAS TEAM

FOTOS Andreas Sjödin

REGIE Andreas Sjödin

STYLIST Marcus Söder | Link Details

DOP Max Larsson

MODEL Tandi Reason Dahl | Oui Management

HAARE Cim Mahony | Lalaland Artists

MAKE-UP Trine Skjøt | Lund Lund

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