Was man über den Jumpsuit wissen muss

Er ist die einteilige Antwort auf all unsere Sommer-Outfit-Fragen. Lesen Sie hier, wie er entstanden ist und was man beachten sollte, bevor man hineinschlüpft.
27. Juni 2017

Skiläufer, Piloten, Fallschirmspringer. Die Geschichte des Jumpsuits beginnt im frühen zwanzigsten Jahrhundert und geht einher mit der Entwicklung des modernen Flugzeugs, denn ursprünglich wurde er für diejenigen kreiert, die aus den Fliegern hinaussprangen – daher der sprechende Name (jump = springen). Die allerersten Exemplare waren noch Galaxien entfernt von dem exklusiven Status, den das Kleidungsstück heute innehat. Die damalige Arbeitskluft für extrem gefährliche Aufgaben hat sich über die Jahre zu einem Modeartikel für stilsichere Frauen und Mädchen gemausert, die sich die Zeit sparen wollen, um zweiteilige Outfits zusammenzustellen.

Der erste Jumpsuit für den Alltagsgebrauch wurde 1919 von dem italienischen Künstler Thayat präsentiert. Als anti-bürgerliches Statement kreierte er einen angenehmen und leicht zu tragenden Anzug für die Arbeiterfrauen in den Fabriken und auf den Feldern. Seine Vision des Kleidungsstück als Markenzeichen des Proletariats erwies sich jedoch als Bumerang, denn stattdessen erlangte es große Beliebtheit in der Florentiner Oberklasse. Bis der angenehme Einteiler Fashion-Status erreichte, verging jedoch noch ein weiteres Jahrzehnt.

Er ist der Inbegriff lässigen und unangestrengten Glamours.
Über den Jumpsuit

Ende der Dreißigerjahre führte die Fashionlegende – und Coco Chanels ärgste Rivalin – Elsa Schiaparelli den Jumpsuit in seiner heutigen Form ein (nur dass es damals noch eine Sauerstoffflasche mit passender Maske dazu gab). Das aus grüner Seide gefertigte Stück mit seinen großen Fronttaschen wurde von den Kritikern gefeiert und stieg rasch zu einer angesehenen Alternative zum Abendkleid auf. Nachdem in den 40ern und 50ern Hollywood-Stars wie Kathrine Hepburn und Rita Heyworth in dem seidenen Einteiler zu sehen gewesen waren, wurde es kurzzeitig zum Trend. Der Jumpsuit war nun ein Zeichen für Exklusivität und innovatives, pragmatisches Modebewusstsein.

Hatte er sich in den 50ern erst einmal einen allgemein akzeptierten Platz in der Damenmode erkämpft, erlebte er in den 70ern und 80ern schließlich ein wahres Hoch. In einer Zeit, in der Disco, knallige Overalls und Aerobic-Outfits angesagt waren, wurde der Jumpsuit zum unverzichtbaren Begleiter von Afros, Neon-Eyeliner und Stulpen. 

Mit dem Ende der 80er endete auch die Liebe zum Jumpsuit. Der große Trend war zwar vorbei, doch der Jumpsuit war nun zu einem zeitlosen Modeartikel geworden und fand in der Folge zurück zu seinen glamourösen Wurzeln und dem lässigen Look, den er in den 40ern und 50ern hatte. 

Heute gehört er zu den vielseitigsten Stücken in unserer Garderobe und ist das ultimative Outfit, um sowohl am Strand als auch beim Ausgehen am Abend eine gute Figur zu machen. Er ist der Inbegriff lässigen und unangestrengten Glamours. Diesen Sommer feiern wir die Leichtigkeit des Jumpsuits – in der Liste unten finden Sie unsere ausgewählten Favoriten, die derzeit bei H&M erhältlich sind. 

 

Mehr über all unsere anderen Modefavoriten und deren Geschichte erfahren Sie hier 

DAS TEAM

FOTOS Andreas Sjödin

STYLIST Marcus Söder | Link Details

DIRECTOR Max Larsson

MODEL Tandi Reason Dahl | Oui Management

HAARE Cim Mahony | Lalaland Artists

MAKE-UP Trine Skjøt | Lund Lund

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