Profi-Tipps für cleveres Shoppen

Neue Sachen anzuprobieren und zu kaufen, sollte Spaß machen. Aber eine Shoppingtour kann schnell in das reinste Kleidungschaos ausarten. Unsere H&M-Designer Ann-Sofie Johansson und Andreas Löwenstam führen Sie um die Fallgruben herum.
12. April 2016

WAS IST DER BESTE TIPP FÜR ERFOLGREICHES SHOPPING?
Andreas Löwenstam, H&M-Chefdesigner für Herrenmode:
„Im Laden als Erstes einen Blick auf die Schaufensterpuppen werfen. Die tragen die aktuellen Key-Looks und sind eine gute Inspiration.“

Ann-Sofie Johansson, H&M-Kreativberaterin:
„Sich Gedanken machen. Nie einfach losziehen, man sollte immer einen Plan parat haben. Warum gehen Sie einkaufen? Brauchen Sie etwas Bestimmtes? Oder wollen Sie sich nur ein bisschen inspirieren lassen?“

WIE MACHE ICH MIR DIE VERKÄUFER AM BESTEN ZUNUTZE?
Andreas:
„Sie wissen, wo die Sachen sind – das muss man ausnutzen! Ich habe einen Freund, der Friseur ist, und seine Kunden bringen ihm oft Fotos mit, um ihm zu zeigen, was sie haben wollen. Das sollten die Leute auch in Kleidungsgeschäften machen.“

Ann-Sofie:
„Man kann sie als Resonanzkörper nutzen. Wenn man seine Gedanken in Worte fasst, werden sie oft klarer, und am Ende kommt es nur darauf an, was man selbst denkt.“

Als Erstes einen Blick auf die Schaufensterpuppe werfen. Die tragen die aktuellen Key-Looks.
Andreas Löwenstam, H&M-Chefdesigner für Herrenmode:

WAS TUN BEI PANIK IN DER UMKLEIDEKABINE?
Andreas:
„Das ist hart. Da kann ich nur empfehlen, vom Umtauschrecht Gebrauch zu machen und einfach alles zu Hause anzuprobieren. Dort hat man Zeit und Ruhe, und das minimiert das Risiko, dass man etwas kauft, was man nie trägt. Und es gibt noch einen guten Trick: Halten Sie sich den Bund der Jeans um den Hals. Geht er rum, passt die Hose auch an der Hüfte. Klingt komisch, funktioniert aber!“

Ann-Sofie:
„Mich bringen keine zehn Pferde in eine Umkleidekabine! Das ist der reinste Stress. Ich will die Kleidungstücke zu meinen anderen Sachen anprobieren und sehen, wie sie sich in verschiedene Outfits einfügen, deshalb nehme ich immer alles mit nach Hause und bringe die Sachen, die nicht passen, einfach wieder zurück.“

WAS HALTET IHR VON AUSVERKÄUFEN?
Andreas:
„Finde ich schwierig, da gibt es einfach zu viele Gefahren. Man kauft Sachen, die man nie trägt, oder viel zu viel, und dann wird es doch wieder teuer. Es sei denn, man findet etwas, was man schon lange haben wollte und sich fast zum vollen Preis gekauft hätte, das ist eine Ausnahme.“

Ann-Sofie:
„Man sollte einen Plan haben, genau wie sonst auch. Wenn man weiß, was man braucht, können Ausverkäufe großartig sein, aber man muss einen kühlen Kopf bewahren.“

 

Lesen Sie weitere Artikel aus unserer Serie So personalisieren Sie Ihre Garderobe hier.

Ann-Sofie Johansson, Studio Emma Svensson.
Sich Gedanken machen. Nie einfach losziehen, man sollte einen Plan parat haben.
Ann-Sofie Johansson, Kreativberaterin bei H&M
Tags