Fotos: Camilla Åkrans
Styling: Clare Richardson
Kleidung von H&M.
Preise in CHF
Sportliches, interessante Schnitte und glänzende Farbkombinationen – so wird der Sommer heiß.
Fotos: Camilla Åkrans
Styling: Clare Richardson
Kleidung von H&M.
Was nehmen Modeprofis mit in den Urlaub?
„Meinen blauweiß gemusterten Badeanzug von Marni und Bikinis von We Are Handsome. Flache Sandalen, rosa Sonnenbrille und Sunblocker von Chanel fürs Gesicht.“
– Hanneli Mustaparta, Bloggerin und Fotografin
„Weite Sommerkleider für tagsüber, figurbetontere für abends. Dazu meine Lieblingssandalen, superknappe Bikinis, Sonnenbrille von Tom Ford und Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor.“
– Tallulah Harlech, Model und Schauspielerin
„Acht Bücher, Bio-Sonnencreme, vier Bikinis, Shorts, Panamahut, zwei T-Shirts, Leder-Flipflops und: einen Taucheranzug!“ – Gaia Repossi, Schmuckdesignerin
„Rivieras-Slipper aus Denim und Netzstoff in unterschiedlichen Tönen, Shorts und T-Shirts. Und kitschig bedruckte Hemden, die sind perfekt für den Urlaub.“
– Tommy Ton, Streetstyle-Fotograf
„Smokingjacke, weiße Bikerjacke, weiße Jeans. Tief ausgeschnittene T-Shirts. Duftkerzen, Räucherstäbchen. Meine Chateau-Marmont-Badehose. Und eine Haarbürste für meine Tochter Blue.“ – Johan Lindeberg, Kreativdirektor bei BLK DNM
Boho ist in all seiner Vielfalt ein fester Bestandteil der Mode geworden. Einst ein Look für die Reichen und Privilegierten, ist Boho heute ein echter Sommerklassiker. Aber warum? Werfen wir einen Blick in die Vergangenheit!
Wer sich die Frühjahr/Sommer-Kollektionen 2012 ansieht, erlebt ein Déjà-vu: Der Boheme-Stil ist wieder da! Er tritt in Gestalt von Pyjama-Looks bei Jonathan Saunders, Stella McCartney und Clements Ribeiro auf und begegnet uns in
den Texturen, Verzierungen und Prints von Valentino und Rodarte, bei denen Inspirationen aus der Märchenwelt zu romantischen Kleidern führen. Der Lagenlook
von Haider Ackermann steht für einen internationalen, bunten Stil, bei Jil Sander und Pucci sieht man Paisleys und in der Kollektion von Peter Pilotto fröhliche Prints, die durch einen Indonesienurlaub inspiriert sind. Selbst bei Burberry Prorsum verzichtet man nicht auf einen Touch Tribal, Designer Christopher Bailey verwendet Tribal-Prints, Raffiabast und drapierte Stoffe. Und was bekommt man, wenn man das alles addiert? Genau: den Boheme-Style.
Natürlich haben wir das alles schon gesehen, es ist wie die Rückkehr eines guten alten Freundes. Boheme – oder kurz Boho – hat sich vom Fransentrend zum Dauerbrenner entwickelt, der uns immer wieder begegnet, sobald die Temperaturen steigen. Wie kaum ein anderer Stil verkörpert er den Sommer.
So ein Klassiker muss sich immer wieder neu erfinden, um nicht langweilig zu werden. Jetzt funktioniert er am besten mit ein paar Kontrasten. „Es macht Spaß, ein Kleid mit Tribal-Print zu etwas Schlichtem wie einem weißen T-Shirt zu tragen“, sagt Style-Journalistin Lucie Greene. Und Stylistin Sara Hassan fügt hinzu: „Der aktuelle Boheme-Stil ist erwachsener, mit klarer Silhouette. Halten
Sie’s schlicht und tragen Sie kontrastreiche Muster – auf elegante Art.“
Der neue Boho-Style steht für einen Mix unterschiedlichster Einflüsse – vom Weltenbummler bis zum schicken Vintage-Look. So entsteht aus dem einstigen Luxustrend des Jetsets ein Style für alle. Man braucht nur ein wenig Fantasie. Greene sagt: „Wir haben uns vom Ibiza-Boho entfernt, der Sommer-Boho ist großstädtischer und frischer. Man trägt tropische Prints, Tribals, üppig fließende Silhouetten, ohne verkleidet auszusehen.“
Sehen Sie sich die Frauen an, die heute Boho tragen: Valentine Fillol-Cordier, Model, Stylistin und Muse des Designers Charles Anastase, hat sich schon immer allen Schubladen verweigert und trägt lange Lagen zu rustikalen Brogue-Schuhen. Josephine de la Baume bringt mit roter Mähne und klassischem Look Romantik in die Boheme-Welt, Lou Doillon kombiniert smarte maskuline Elemente mit Sexappeal.
Diese Frauen lassen sich von vergangenen Trends inspirieren und schaffen es auf unsere imaginären Styling-Moodboards. Boho-Ikonen gibt es seit Jahrzehnten, wir mögen sie wegen ihres Stils außerhalb der Norm. Ob Vanessa Bells vom Kunstgewerbe beeinflusster Bloomsbury-Look, Flapper-Partykleider von Zelda Fitzgerald oder Frauen, die in den wilden 60ern bei Granny Takes A Trip in London einkauften, ob Stevie Nicks’ und Kate Bushs Weichzeichner-Romantik der 70er oder Sienna-Miller-Boho – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Loulou de la Falaise, in den späten 60ern Yves Saint Laurents Muse, ist ebenfalls ein gutes Beispiel. Als sie starb, würdigte die Zeitschrift New Yorker sie als die
„ultimative Rive-Gauche-Haute-Bohemienne“.
Weil es bei Boho um Persönlichkeit geht, finden Sie unendlich viele Interpretationsmöglichkeiten. Es gibt kein Richtig oder Falsch, was zählt, ist der eigene Stil.
Wir alle lieben es, uns im Sommer leicht und luftig zu kleiden. Beim Boho-Style geht es nicht um Modeklischees.
Er geht viel weiter und kehrt dabei zu seinen Wurzeln zurück. Individualität ist gefragt, vermeiden Sie es also, einen kompletten Look zu kopieren. Die Essenz des Boho-Geistes besteht darin, seinen eigenen Weg zu finden und sich von seinem Gespür für Mode leiten zu lassen. Als Saint Laurent de la Falaise begegnete, war er hingerissen davon, wie sie ein auf einem Restauranttisch gefundenes Metallband zum Armschmuck umfunktioniert hatte. Denken Sie das nächste Mal daran, wenn Sie sich stylen, und haben
Sie Spaß mit Ihrem Outfit. Hassan sagt über de la Falaise:
„Sie konnte sich im Dunklen stylen.“ Mut und Ausstrahlung zeichneten sie aus. Machen Sie sich den Trend zu eigen und finden Sie Ihren ganz persönlichen Boho-Style.
Leichte, luftige Tops, Maxikleider und Strandlooks fürs Haar – der Sommerstyle ist da.
1. Batik bitte!
Batik steht nicht immer für den Psychedelic-Look. Als kleiner Akzent wird’s richtig schick, vor allem, wenn Sie dazu gut geschnittene Shorts tragen.
2. Schön verlaufen
Farbverläufe sind gerade total angesagt – zum Beispiel auf Shorts. Besonders schön wird’s kombiniert mit einem weiten Shirt.
3. Denim drunter
Ein fließendes Maxikleid sieht mit Jeanshemd unten drunter gleich viel cooler aus. Verzierte Schuhe und ein um den Kopf gebundener Schal sorgen für einen extra Wow-Effekt.
4. Gefranst
Der schicke Hippie-Look gelingt mit einer Fransenweste. Sorgen Sie jedoch mit derben, aber trotzdem hübschen Keilabsätzen für einen modernen Touch.
Kleidung von H&M.
Mit einem Touch Rock’n’Roll zum schicken Hippie-Outfit gelingt der perfekte Sommerlook.
Wenn's um den Sommer geht, denkt man gleich an fließende Maxikleider, auffällige Sandalen und wallendes Haar. Sieht man die aktuell angesagten Batik-Looks, auffälligen Farben und Psychedelic-Prints, wird klar: In der Mode geht’s gerade um den schicken Hippie-Style. Das muss aber nicht immer Perlen, Woodstock und Schlaghose bedeuten, jetzt hat der Look nämlich eine Note Rock’n’Roll. Denken Sie an enge Jeans und abgetragene Lederjacken über Ihrem Outfit.
Ganz typisch: das Isabel-Marant-Girl, sexy und natürlich. Gebatikte Jeans, Hippieblusen und bestickte Westen werden ganz einfach mit superkurzen Röcken, übergroßen Bikerjacken und Netztops kombiniert. DSquared2 gelang der Woodstock-meets-Glastonbury-Look: Die Models stolzierten in Neckholder-Maxikleidern, kurzen Jeansjacken und Gummistiefeln über einen matschigen Laufsteg. Die typischen Hippie-Looks mit langen Chiffonkleidern und abgedrehten Prints, die man normalerweise bei Matthew Williamson sieht, wurden mit Blazern und Parkas aufgemischt.
Wenn wir uns bei dem Trend für eine Stil-Ikone entscheiden müssten, dann wäre das Stevie Nicks. Mit ihrem langen blonden Haar, den Chiffonröcken und Schals galt die Sängerin und Songwriterin schon in den 70ern als musikalische und modische Ikone. Dabei sah sie nie nach Girlie aus, dafür sorgten schon ihre Stiefel mit 15 Zentimeter hohen Absätzen. Lassen Sie sich von ihr inspirieren und freuen Sie sich auf den aktuellen Hippie-Style mit rebellischer Rock’n’Roll-Note.
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Dieser Sommer steht ganz im Zeichen de Surfer. Kein Wunder, dass der weltbekannte Fotograf David Mushegain dokumentiert, wie kalifornische Jungs und Mädchen über die perfekte Welle sprechen.
Laut Autorin Jayne Min ist ihr Blog Stop it Right Now „ein Sammelsurium an absolut guten und absolut schlechten Dingen, die aus meiner Sicht in Mode und Lifestyle eine Rolle spielen“. Jayne designt in Los Angeles und ist seit langem Skateboard-Fan. In ihrem fröhlichen Blog gibt’s zahlreiche Beispiele für ihren Tomboy-Touch. Hier sind die Dinge, die sie am liebsten mag.
1. Japanische Nagelkunst
Ich ziehe mich eher monoton und manchmal etwas langweilig an, deshalb mache ich meine Nägel zum auffälligen Accessoire. Sie sind mein Markenzeichen.
2. Hightech-Spielzeug
Mein Job ist kreativ und in meiner Freizeit schreib ich einen Blog, deshalb begleitet mich Technik auf Schritt und Tritt. Aus einem notwendigen Übel ist heute ein Hobby geworden.
3. Schwarze Boots
Ich habe eine Regel: Niemals Dasselbe zwei Mal kaufen. Also nie zwei schwarze Röcke oder zwei schwarze Blazer. Aber bei schwarzen Boots mach ich eine Ausnahme. Jedes Paar gibt meinen Outfits etwas anderes Besonderes und hat seine Berechtigung.
4. Welpen
Ohne die süßen Blicke von Kuma und Pepper wäre mein Leben nicht dasselbe. Kuma steht auf Kanye!
5. Mantel mit Leo-Print von Sandro Majestueux
Meine einzige modische Schwäche sind schwarze Boots und ausgefallene Mäntel. Das ist mein neuester aus Berlin. Er begegnete mir immer wieder, das war wohl ein Zeichen dafür, dass ich ihn kaufen musste. Man soll auf solche Zeichen achten!
6. iPhone-Skateboard-Hülle von Candies
Eine Verneigung vor meiner ersten großen Liebe – Skateboards! Total unpraktisch, aber sie passt einfach zu mir.
7. Collier-de-Chien-Ring von Hermès
Ich steh gar nicht so auf großen Schmuck oder Accessoires, aber das ist mein Ring für jeden Tag. Er hat was Sentimentales.
Unglaublich lässig, unglaublich stylisch – die L.A.-Skater-Girls machen sich auf den Weg in die Skateparks der Stadt. Mit ihrem Style-Mix aus Boho, Street und Coolness sind sie der Inbegriff des modernen kalifornischen Mädchens.
Fotos: David Mushegain
Kleidung von H&M.
Tropische Prints, Hollywood-Starlets, Retro-Styles und angesagte Ausschnitte – so funktioniert der entspannte Retro-Glamour des Sommers.
Fotos: Camilla Åkrans
Styling: Clare Richardson
Model: Edita Vilkeviciute
Haare: Ali Pirzadeh
Make-up: Ignacio Alonso
Kleidung von H&M.
Das rockige T-Shirt wird zum Bestandteil aller Promilooks.
Wenn’s unsere Lieblingspromis stylisch rocken lassen wollen, greifen sie zum Rock-T-Shirt. Ob Konzert-Souvenir oder nicht, wichtig sind das auffällige Logo und das weiche Material. Unter einer Lederjacke oder einem Karohemd getragen (gesehen bei Juliette Lewis und Agyness Deyn) kann der klassische Rock'n'Roll-Look entweder leger oder schick gestylt werden – alles eine Frage der Accessoires. Oder sehen Sie sich Rihanna an, die zum rockigen T-Shirt eine weite Varsity-Jacke, Kniestrümpfe und ein auf dem Kopf verknotetes Tuch trägt. Wenn jemand in den alten T-Shirts wirklich sexy aussieht, ist es Rosie Huntington-Whiteley. Ihr abgeschnittenes Exemplar mit US-Flagge zeigte uns neben ihrem durchtrainierten Bauch auch die sanfte Seite der Rock-T-Shirts. Welcher Star wird Ihr Styling-Vorbild?
Nach Jahren auf den hinteren Seiten der Hochglanzmagazine wird Streetstyle-Fotografie jetzt zum Highlight der Fashion Weeks. Die Insider der Branche sind Promis, ihre Outfits Must-haves. Wie geht’s weiter mit dem Streetstyle?
Während der Paris Fashion Week hat Anna Dello Russo früher nicht fünf Mal täglich das Outfit gewechselt, aber jetzt schon. Warum? Um den Heerscharen an Streetstyle-Fotografen Futter zu geben. Das Online-Phänomen, das mit einer Handvoll Blogger begann, die stylische fremde Menschen fotografierten, ist zu einem paparazzi-artigen Hype geworden. Redakteure posieren
vor den Shows im vollen Bewusstsein, dass ihr Auftritt vor schönen Locations wie den Jardins des Tuileries einen Massenansturm auslösen kann. Streetstyle verändert die Branche. Kein Wunder, dass unzählige Fotografen die Stylisten von ihren Autos bis in die Shows verfolgen.
Das alles klingt nach dem neuesten Kapitel
in der Modegeschichte, aber so neu ist die Streetstyle-Fotografie gar nicht. Lange vor dem Internet haben Fotografen Bilder von Outfits auf der Straße gemacht. Im 20. Jahrhundert dokumentierten Fotografen wie Eugène Atget und Henri Cartier-Bresson den Alltag der Menschen. Aber erst 1978 begannen die Bilder
für die Mode eine Rolle zu spielen. Zu verdanken ist das dem über 80-jährigen Fotografen Bill Cunningham, dessen Fotos stylischer New Yorker in jenem Jahr veröffentlicht wurden. In den 80ern begann die britische Style-Bibel i-D unter der Rubrik „Straight Up” Ganzkörperfotos von Clubbesuchern zu zeigen und machte Streetstyle zum festen Bestandteil der Modezeitschriften.
„Ich glaube, gute Straßenfotografie hat sich seit Bill Cunningham nicht verändert. Oder noch nicht mal seit Cartier-Bresson”, sagt Scott Schuman vom legendären Blog The Sartorialist. Er steht regelmäßig auf Best-dressed-Listen und arbeitet für GQ und Vogue. „Damals wie heute wollten die Fotografen ihren persönlichen Blick vermitteln. Geändert hat sich allerdings die Geschwindigkeit, in der wir mit den Bildern arbeiten. Dank iPhone kann jeder ein Cartier-Bresson sein.”
Heutzutage hat die Straßenfotografie nicht nur Einfluss auf den Inhalt von Zeitschriften, sondern auch auf ihre Macher: Nichts gegen die fantastischen Stylings von Moderedakteurin Christine Centenera von Harper’s Bazaar in Australien. Aber wäre sie nicht regelmäßig von Bloggern wie Garance Doré fotografiert worden, wäre Kanye West wohl nicht darauf gekommen, mit ihr seine Damenkollektion zu kreieren.
Umgekehrt funktioniert es aber auch: Leute aus der Branche werden nicht nur berühmt,
weil sie in Streetstyle-Blogs porträtiert werden, sondern weil sie selbst welche schreiben. Gut möglich, dass Sie Tamu McPherson eher wegen ihres Blogs All The Pretty Birds kennen und nicht wegen ihrer Arbeit als Fashion Director bei Grazia Italia. Und das norwegische Model Hanneli Mustaparta ist seit ihrem Blog Hanneli ausgebuchter denn je.
Durch Blogs hat sich der Umgang traditioneller Zeitschriften mit Mode verändert, aber auch der Streetstyle hat sich weiterentwickelt. Angefangen mit Scott Schuman, dem es immer mehr um Qualität als um Quantität ging und der sich Zeit für seine Bildkompositionen nimmt, bis hin zu neuen Namen, die einen redaktionellen Touch ins Genre bringen und Geschichten erzählen.
„Ich fühle mich nicht als reiner Streetstyle-Fotograf. Meine Arbeit ist eher eine Mischung
aus Mode, Streetstyle und Porträts”, sagt der in Brooklyn arbeitende Bill Gentle, auch bekannt als Backyard Bill. Er ist einer der Blogger-Fotografen, die diese Art Fotografie gerade neu erfinden und den sehr privaten Stil von Schuman und Doré weiterentwickeln. Gentle findet seine Motive auf der Straße, fotografiert sie aber in ihrem Zuhause oder bei der Arbeit. Der Fokus liegt auf dem Mix aus Alltag und persönlichem Style.
Einen ähnlichen Ansatz sieht man bei Bloggern wie Andrew Weir, der für Weir Diary bereits vor 15 Jahren Models in ihrer Freizeit fotografierte. Ebenso bei David McLean, dessen Blog Shot by Shooter Londoner in tollen Outfits zeigt, die ihre exzentrische Persönlichkeit widerspiegeln.
Ein weiterer aufstrebender Star ist Maya Villiger. Bei ihren Bildern auf TurnedOut.tv geht es ebenso um Persönlichkeit wie um Mode. „Ich glaube, es gibt einen Wunsch nach mehr Ehrlichkeit, die mit der Vielzahl an Blogs und Street-Fotografen etwas verloren ging“, sagt sie. „Am schönsten ist das Fotografieren und Betrachten von Streetstyle-Fotos, wenn nichts inszeniert wird, sondern alles einfach so ist, wie es ist.“
Alles deutet darauf hin, dass es beim Streetstyle in Zukunft um mehr geht als um das Fotografieren bestimmter Designerkleidung und Paparazzi-Bilder. Weg von der glitzernden Szene vor den Fashion-Shows und hin zum ungeschönten Straßenleben.
Weit, sexy und schick – noch nie waren Shorts so cool und vielseitig.
Shorts gehörten schon immer zu den vielseitigsten Kleidungsstücken. Man kann sie in den Sommermonaten problemlos von morgens bis nachts tragen. Dieses Jahr sehen wir ganz neue Interpretationen des beliebten Laufstegklassikers – der Style ist schicker, aber noch immer mit lässiger Note und cool. Das ist der aktuelle sportliche und unglaublich tragbare Trend.
Bei Theyskens’ Theory wurden die Shorts tief auf den Hüften getragen, der Look stand für den verruchten Mix aus Großstadtschick und Ghetto-Coolness eines New Yorker It-Girls. Er ist ganz sicher den Jungs abgeschaut, aber dennoch feminin. Die Längen bei Theyskens’ variierten, besonders schön waren die superkurzen Shorts zu hohen Lackschuhen, da sehen Beine aus, als nähmen sie kein Ende.
Bei D&G sah man weite Shorts mit bunten Halstuch-Mustern und hohen Keilabsätzen – perfekt für Strandpartys und Picknicks. Mulberry bewies, dass Shorts äußerst elegant aussehen können: in Pastellfarben, mit Anoraks und edlen Lederhandtaschen. Im Alltag sind Shorts einfach Kleidungsstücke, die man den ganzen Sommer über tragen kann. Lassen Sie sich von den Streetstyles der Models während der Fashion Weeks inspirieren, und experimentieren Sie mit sportlicher Kleidung und leichtem Sommerstrick, bis Sie die richtige Kombination finden. Oder tragen Sie sie mit superhohen Absätzen fürs perfekte Abendoutfit.
Nehmen Sie Ihre sportlichen Basics – Tops und Shorts – und tragen Sie sie in Lagen zu Jeans und Hemden. Das ist der vielseitige Streetstyle.
1. Gebleicht
Eine gebleichtes Denimhemd plus Jeans in Knallblau – das ist der elektrisierende Style-Kontrast.
2. Überzieher
Warum nicht mal ein graumeliertes Top mit weiten Armausschnitten überm Hemd tragen statt immer nur drunter?
3. Strahlend weiß
Weiße Jeans passen perfekt zu Tops in grauen und schwarzen Erdtönen.
4. Über kurz oder lang
Langärmlige T-Shirts unter Tops und Pullundern sind nichts Neues, aber tragen Sie doch mal Shorts im Lagen-Look!
5. Drucksachen
Ein auffälliges T-Shirt mit Digitaldruck zieht überm weißen Hemd alle Blicke auf sich.
Kleidung von H&M.
Sportliche Looks mit einer überraschenden Note sind immer richtig.
Designer haben sich für ihre Herrenkollektionen schon immer Anregungen vom Sport geholt. Jetzt gerade geht’s weniger um Hightech-Materialien oder komplexe Schnitte, als vielmehr um Lässigkeit: schlichte T-Shirts, Sporthosen und Tops mit weitem Armausschnitt. Aber schön schmal geschnitten und supercool kombiniert mit edleren Stücken wie Sakkos oder Hemden.
Werfen Sie einen Blick auf die Laufstege, vor allem die von Damir Doma – seine typischen lässigen Lagen-Looks sahen mit schicken Einknopf-Sakkos sehr edel aus. Großmaschiger Strick wurde über dünnen fein strukturierten Tuniken und Shorts getragen. Der edle Herrenausstatter E. Tautz bewies, dass auch er seinen eher formellen Kreationen einen lässigen Touch geben kann: Die Beinabschlüsse der traditionellen grauen Flanellhosen wurden wie Sweatpants mit Stretchbund versehen, und man trug dazu schlichte weiße T-Shirts mit Brusttasche in Kontrastfarbe. Last but not least: Givenchy. Dem Modehaus gelingt es immer, den Kollektionen einen sportlichen Touch zu geben. Dieses Jahr fallen auf jeden Fall die bunten Paradiesvogel-Muster zu Weiß auf.
Die Idee, sportlichen Looks eine stylische Note zu geben, kommt aus der rebellischen Musik- und Modeszene in Großbritannien. Von den Punks der 70er über die Cool-Britannia-Bewegung der 90er bis zur aktuellen britischen Mode, die dank Designern wir Phoebe Philo und Christopher Kane zu neuem Selbstbewusstsein gefunden hat – eine gewisser Hang zur Rebellion steckt einfach in der britischen Kultur. Wie der Trend im Alltag aussieht, erfahren Sie auf Ways to wear it by H&M.