Diese Innovationen können die Modezukunft ändern

Pflanzliches Leder aus Trauben, Stoffe aus Kuhdung, Solartextilien, RFID-Faden und Jeans als Färbemittel. Geben Sie beim Global Change Award Ihre Stimme ab und helfen Sie, die Modebranche neu zu erfinden.
27. März 2017

In nicht allzu ferner Zukunft könnten Ihr Hemd aus Kuhdung hergestellt, Ihre Schuhe aus Trauben-Leder angefertigt und Ihre Jeans mit recyceltem Denim-Stoff gefärbt werden. Unsere Nylonstoffe könnten anstelle von Öl mit Sonnenergie hergestellt werden und ein digitaler Faden könnte sicherstellen, dass jede einzelne Faser eines Kleidungsstücks wiederverwertet wird.

Im zweiten Jahr in Folge wählte ein Expertengremium (sorgfältig zusammengestellt von der gemeinnützigen H&M Foundation) aus einem Pool von fast 2900 die fünf Top-Innovationen aus, die sich einen Zuschuss von 1 Million € teilen. Doch das Geld wird nicht gleichmäßig aufgeteilt. Aus diesem Grund bittet die Stiftung Sie abzustimmen, welche Innovationen den größten Anteil erhalten sollen.

„Im zweiten Jahr des Global Change Awards sind 2885 innovative Ideen aus 130 Ländern bei uns eingegangen. Das sind noch mehr als im letzten Jahr. Globale Herausforderungen erfordern einen globalen Ansatz. Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam mit Menschen aus verschiedenen Branchen mit unterschiedlichen Hintergründen und Perspektiven einen grundlegenden Wandel in der Modeindustrie herbeiführen können, um sowohl die Menschen als auch den Planeten zu schützen“, sagt Karl-Johan Persson, Vorstandsmitglied der H&M Foundation und CEO der H&M-Gruppe. 

Wischen (oder scrollen) Sie, um mehr über die erfolgreichen Innovationen zu erfahren und besuchen Sie globalchangeaward.com, um für Ihren Favoriten zustimmen. 

VOM MISTHAUFEN…
… zur Haute-Couture! Durch das Extrahieren und Verwenden der wertvollen Cellulose in Gülle könnte diese Innovation bedeuten, dass biologisch abbaubare Textilien aus, na, eben Kuhmist gewonnen werden. 

JEANS-FÄRBUNG
Recycelte Jeans sind schon heute sehr wertvoll für die Modeindustrie. Diese Innovation findet noch eine weitere Verwendung für den Stoff. Durch die Aufspaltung des alten Jeansstoffes in feine Partikel könnte Farbpulver gewonnen werden, mit dem neue Denim-Stoffe gefärbt oder Textilien bedruckt werden könnten.

SOLAR-TEXTILIEN
Anstelle von Öl werden bei dieser Innovation Solarenergie, Fabrikabfälle und Wasser verwendet, um abbaubares Nylon herzustellen. Und damit nicht genug: das Nylon bindet auch Treibhausgase im Material und leistet somit einen Beitrag zu einer emissionsfreien Welt.

DIGITALER FADEN
Durch einen winzigen RFID-Faden mit einer digitalisierten „Zutatenliste“ im Kleidungsstück wird das Recycling viel effizienter. Es fallen weniger Abfallstoffe an, da genau bekannt ist, aus welchem Material das Kleidungsstück besteht.

TRAUBEN-LEDER
Aus den Resten der Weinerzeugung kann feines Pflanzenleder hergestellt werden – eine gute Nachricht für den Tierschutz. Außerdem ist kein Öl zur Herstellung von synthetischem Leder erforderlich. Die Tatsache, dass die Traubenschalen und Stilreste weiterverwendet und nicht verbrannt werden, ist ein weiteres Plus.

 

Die Online-Abstimmung findet vom 27. März bis 2. April statt. Die Verleihung des Global Change Award findet am 5. April in Stockholm statt. Dort wird die Zuteilung der 1.000.000 Euro öffentlich bekanntgegeben. Weitere Informationen und die Abstimmung finden Sie hier.

H&M FOUNDATION

• Die H&M Foundation ist eine gemeinnützige internationale Stiftung, die von Familie Stefan Persson, den Gründern und Haupteigentümern von H&M, ins Leben gerufen wurde. Sie setzt sich für nachhaltige positive Veränderungen ein und möchte die Lebensbedingungen weltweit verbessern, indem sie Einzelpersonen, Gemeinden und innovative Ideen unterstützt.

• Seit 2013 hat die Familie Stefan Persson 1,1 Milliarden schwedische Kronen (etwa 123 Millionen Euro) in die Stiftung eingezahlt.

• Der erste Global Change Award wurde im August 2015 ausgeschrieben und richtet sich als Innovationswettbewerb an die gesamte Modebranche. Es handelt sich dabei um eine der weltweit größten Initiativen zur Unterstützung von Innovationen im Anfangsstadium und die erste innerhalb der Modebranche.

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