Kenzo x H&M: Alles was Sie darüber wissen müssen

Sie haben schon Fotos gesehen, Leute darüber reden hören und erfahren, ab wann sie erhältlich ist. Aber wie sie entstanden ist, wissen Sie noch nicht. Hier ist die Hintergrundstory zu unserer begehrtesten Kollektion des Jahres.
19. Oktober 2016

DIE KOOPERATION
Am 25. Mai verkündeten H&M und Kenzo, dass die beiden Labels sich zusammengetan hatten und eine farbenfrohe, detailreiche Designerkollektion mit vielen Prints auf den Weg bringen würden. Zu diesem Zeitpunkt war bereits seit einer Weile an der gemeinsamen Kollektion gearbeitet worden. Schon im November 2015, nur wenige Wochen nachdem die „Balmain x H&M“-Kollektion vom Stapel gelaufen war, lernten sich die beiden Design-Teams kennen.

Das erste offizielle Treffen zwischen den Pariser Kenzo-Leuten und dem Stockholmer H&M-Team fand dann auf neutralem Boden statt, in einem bescheidenen Studio in New York City. Dort gaben Kenzos Kreativchefs Carol Lim und Humberto Leon ihre Vision für die Kooperation bekannt: eine Kollektion, die die Geschichte des Labels zelebriert, indem Kultmode aus den 70ern, 80ern und 90ern mit der modernen Street-Wear-Ästhetik verbunden wird, wie sie Lim und Leon mit ihrer Übernahme der kreativen Leitung 2011 einführten. 

„Es fühlt sich für uns unheimlich zeitgemäß an, diese Diskussion zu führen und das Label auf diese Weise zu feiern. Außerdem ist es etwas völlig Neues für uns“, sagt Carol Lim. 

„Die Kollektion ist eine einzige große Fusion alter Kenzo-Entwürfe aus den 70ern und zum Teil auch aus den 80ern und unserem eigenen Kenzo-Archiv, das jetzt fünf Jahre umfasst“, sagt Humberto Leon.

Im Anschluss an dieses Treffen fuhr das H&M-Team mit lauter Skizzen, Moodboards, speziell angefertigten Kleidern und anderen wertvollen Dingen aus dem Kenzo-Archiv zurück ins Stockholmer Hauptquartier. Dort angekommen wurde alles, was mit der Kollektion zu tun hatte, in einem sicheren Raum eingeschlossen, zu dem nur eine Handvoll Mitarbeiter Zugang hatte. 

DIE KOLLEKTION 
Kenzo wurde 1970 gegründet, als der japanische Designer Kenzo Takada in Paris seine Boutique Jungle Jap eröffnete. In diesem Laden veranstaltete Takada Fashion-Shows und verkaufte Mode, die von einem internationalen Lifestyle, japanischen Gewändern und Pariser Haute Couture inspiriert war. Sein Stil galt als innovativ und neu und erlangte schnell Aufmerksamkeit in der Branche und bei der Fashionpresse. Ein Kultlabel war geboren.

Die Marke Kenzo ist für ihre vielen Prints und Farben bekannt sowie für die Integration und Kombination verschiedener kultureller Einflüsse. In der „Kenzo x H&M“-Kollektion ist beispielsweise nur ein Damenkleidungsstück (eine schwarze Bluse nämlich) nicht mit Prints versehen. Darüber hinaus enthält sie diverse Stücke für sowohl Männer als auch Frauen, die Einflüsse aus der russischen, japanischen und anderen Kulturen inkorporieren. 

Die Verbindung zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart des Modehauses – die Carol Lim und Humberto Leon als Vision für die Kollektion vor sich sahen – ist durchgehend spürbar. Sie kombiniert Prints und Muster aus den 70ern bis heute und enthält auch ein paar Replikate berühmter Einzelstücke aus den Archiven des Labels. Da wären zum Beispiel ein Maxikleid in limitierter Auflage, das zum ersten Mal in Kenzos russischer Kollektion für die H/W-Saison 1982 zu sehen war, sowie Tiger-Leggings und Rollkragentops in verschiedenen Farben, die wichtige Bestandteile einer Kenzo-Kampagne aus den späten 80ern waren. In der vorliegenden Kollektion sind diese Stücke in neuen Farben und Printkombinationen enthalten. 

„Wir haben uns sehr an uns selbst und den Ursprüngen des Labels orientiert. Kenzo Takada war allen anderen immer einen Schritt voraus. Er war stets sehr fortschrittlich, und das entspricht unserer eigenen Denkweise. Die Kollektion spiegelt unsere Standpunkte wider und widerspricht ihnen und vereint sie miteinander, alles auf einmal“, sagt Humberto Leon.

Das Erste, was einem beim Betrachten der Gesamtkollektion auffällt, sind die Prints. Davon gibt es viele – sehr viele. In der Tat hat H&M noch nie eine Kollektion auf den Markt gebracht, die so voller Prints ist wie diese. Und nicht einmal alle der enthaltenen Prints sind auf Anhieb sichtbar: Diverse Röcke, Hemden, Blusen, Jacken und Kimonos sind zweiseitig tragbar und mit abnehmbaren Elementen in Kontrastprints ausgestattet. 

Doch nicht nur die Prints erzählen Kenzos Geschichte in dieser Kollektion. Es gibt Sweatshirts, die mit dem alten Tiger-Logo des Labels versehen sind, Reißverschlüsse, auf denen das neue Tigerkopf-Logo prangt, und Knöpfe, auf denen der Eiffelturm und die Freiheitsstatue eingraviert sind, um den geografischen Kontext von Kenzo mit einzubringen.

„Alles, was wir für diese Kollektion gestaltet haben, wird mal ein Sammlerstück sein. Nichts davon ist eine reine Kopie von Dingen, die wir schon hatten. Es ist alles ganz exklusiv und speziell für H&M“, sagt Humberto Leon.

WIE MAN DRANKOMMT 
Mittlerweile sind sechs lange Monate vergangen, seit die „Kenzo x H&M“-Kooperation angekündigt wurde, und nun dauert es nur noch wenige Wochen, bis die fertige Kollektion in unseren Läden und online erhältlich ist. Wie immer bei den H&M-Designerkollektionen gelten hier etwas andere Shopping-Regeln, und ein guter Plan ist das A und O. Dieses Jahr wird die Damenkollektion in 272 Läden und die Herrenkollektion in 252 Läden auf insgesamt sechs verschiedenen Kontinenten zu kaufen sein. 


In welchen Läden und zu welcher Uhrzeit Sie am 3. November die einzelnen Stücke bekommen können, erfahren Sie auf hm.com/kenzo

DIE KOLLEKTION IN ZAHLEN

272 Läden weltweit, in denen die Damenkollektion erhältlich sein wird

252 Läden weltweit, in denen die Herrenkollektion erhältlich sein wird 

38 Kleidungsstücke für Frauen

30 Kleidungsstücke für Männer 

26 verschiedene Damenaccessoires

12 verschiedene Herrenaccessoires

Tags