Anleitung zum richtigen Aussortieren

Der Kleiderschrank lässt sich kaum noch schließen, weil er förmlich überquillt? Und trotzdem finden Sie nichts zum Anziehen, weil alles ein einziges Chaos ist? Übernehmen Sie ein für allemal die Kontrolle über Ihre Garderobe – Folgendes muss getan werden.
08. April 2016

Das Wichtigste zuerst – räumen Sie den Bereich um Ihren Kleiderschrank auf. Schon bald wird hier in einem Radius von drei Metern alles voller Kleidung sein.

Legen Sie sich einen Müllsack und drei Kisten zurecht. Beschriften Sie die Kisten mit „BEHALTEN“, „WEG“ und „VIELLEICHT“.

Gehen Sie dann Stück für Stück durch Ihre Garderobe und stellen Sie sich dabei die folgenden Fragen.

Sie wollen Ihren Kleiderschrank ausmisten? Nutzen Sie dieses Flussdiagramm, um herauszufinden, was bleiben und was weg kann.

F: Haben Sie das Kleidungsstück in den letzten sechs Monaten getragen? *

F: Hat es Löcher, Flecken oder ist es zu abgetragen? Weg damit!

F: Passt es? Nein? Nein heißt: weg damit.

F: Es muss in die Änderungsschneiderei? Oder Sie wollen es selbst abändern? Das passiert so gut wie nie, also ab in die VIELLEICHT-Kiste.

F: Ist es kompatibel mit drei Ihrer Lieblingsoutfits? Wenn nicht, ist es ein Fall für die VIELLEICHT-Kiste.

F: Haben Sie zu viele davon? (Niemand braucht 15 schwarze T-Shirts.) Behalten Sie 2-3 von den neusten, der Rest geht in die WEG-Kiste.

F: Sie wollen es „vorsichtshalber mal“ aufheben? Lassen Sie es lieber.

Hat es das Kleidungsstück bis hierher geschafft, kann es in die BEHALTEN-Kiste.

Wiederholen Sie das Ganze mit sämtlichen Kleidungsstücken in Ihrem Schrank. Ja, auch mit Unterwäsche und Accessoires.

Versuchen Sie, Schlüsse aus dem Inhalt der Kisten zu ziehen. Die BEHALTEN-Kiste enthält hauptsächliche Blaues? Dann ist das wohl Ihre Farbe. Jede Menge Pailletten in der WEG-Kiste? Ok, Prinzip verstanden.

Erlauben Sie sich ein Veto-Stück, d. h. ein Teil aus dem Vielleicht-Stapel, das Sie unbedingt behalten wollen. Aber nur ein (1) einziges.

Entsorgen Sie das Zeug in der WEG-Kiste. Aber werfen Sie die Kleidung nicht einfach weg. Vielleicht können Sie die exklusiveren Stücke noch verkaufen? Oder spenden Sie die Sachen (oder geben Sie sie an Ihre Geschwister weiter). Und den Rest können Sie zu H&M bringen, wo das Kleidersammlungsprogramm dafür sorgt, dass alles auf irgendeine Weise wiederverwertet wird. Stellen Sie die VIELLEICHT-Kiste unters Bett. Tun Sie es sofort, denken Sie gar nicht erst noch einmal über den Inhalt nach. Das ist die erste Trennungsphase.

Gehen Sie dann zwei Monate lang ganz normal Ihrem Leben nach.

Alles, was Sie in diesen zwei Monaten nicht aus der VIELLEICHT-Kiste benutzt haben, kommt ebenfalls weg.

Wenn danach noch mehr als die Hälfte Ihrer Kleidung übrig ist – machen Sie das Ganze noch einmal. Im Ernst, noch einmal.

Sortieren Sie den Rest nach Farbe, Kategorie und Verwendungszweck.

Hängen Sie so viel wie möglich auf. Ist vielleicht noch irgendwo Platz für einen zusätzlichen Kleiderständer?

Das ist kein Kleiderschrank, sondern ein Showroom! Betrachten Sie ihn als Auslage, nicht als Aufbewahrungsort.

Haben Sie dort auch immer eine Fusselrolle griffbereit. Die sollte stets in der Nähe sein.

Jedes Mal, wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie ein bestimmtes Kleidungsstück brauchen, schreiben Sie es auf. Wenn Sie es das dritte Mal aufgeschrieben haben, können Sie es ruhig kaufen.

Gehen Sie beim Kauf neuer Kleidung nach dem Eins-rein-eins-raus-Prinzip vor.

Haben Sie es bis hierher geschafft? Wirklich? Dann haben Sie sich jetzt vielleicht zur Belohnung ein schönes neues Kleidungsstück verdient ...

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