Harper bringt Gefühle in die Clubs

Ihr Drake-Cover hat mittlerweile 25 Millionen Views auf YouTube – jetzt ist Harper auch mit eigenen Songs am Start. Wir trafen die in Wales geborene Singer-Songwriterin, um mit ihr über Fashion, Leidenschaft und Zukunftspläne zu reden.
29. Juli 2016

Wer in letzter Zeit tanzen war, hat vielleicht bereits den einen oder anderen Harper-Song gehört. Ihr Mix aus elektronischen Beats und soulig vorgetragenen Pop-Melodien lässt Tracks wie „Blood Sweat Tears“ und „Animal“ in Clubs auf der ganzen Welt gerade zu absoluten Überraschungshits werden.

Während ihrer Kindheit und Jugend in Caerphilly, Wales, hörte Harper sämtliche Hits aus den Charts und überlegte sich mit ihren Freundinnen Choreografien zu Destiny's Child & Co. Nach der Schule schien der nächste natürliche Schritt ein Umzug in die Stadt zu sein, um sich ernsthaft der Musik als Berufsweg zu widmen.

Und so ging sie mit 18 nach London, wo sie sich an der Universität für das Fach Music Performance einschrieb. „Das war toll“, erzählt sie. „An der Uni lernt man Leute kennen, denen man sonst nie über den Weg gelaufen wäre. Ein paar meiner besten Freunde habe ich dort getroffen.“ Darüber hinaus hatte sie an der Uni zum ersten Mal mit ihrem Produktionsteam zu tun, woraus ein Vertrag mit ICU, einem lokalen Indie-Label, hervorging.

Inzwischen sind sieben Jahre vergangen und Harper hat so Manches über die Musikbranche gelernt. „Ich bin so gut wie jeden Tag im Studio“, erklärt sie. „Ich habe wirklich Glück, dass ich diese Möglichkeit habe, aber manche Tagen können echt zermürbend sein.“ Und ihr Ruhm reicht nun auch schon über die Londoner Clubszene hinaus. Ein Cover von Drakes „One Dance“, für das sie sich mit der YouTube-Legende Conor Maynard zusammentat, erzielte im April einen sagenhaften Erfolg: Rund 25 Millionen Leute sahen sich das Video an. Derzeit aber sind es ihre eigenen emotionsgeladenen Songs, entstanden in Zusammenarbeit mit ihrem Produktionsteam, mit denen sie rund um den Globus neue Fans gewinnt.

„Ich bin eigentlich ziemlich selbstbewusst, aber wenn es darum geht, persönliche Gefühle über die Stimme auszudrücken, bekomme ich ein wenig Angst“, verrät sie. „Vor allem, wenn mich etwas wütend macht oder ich etwas in mich hineinfresse – Songs zu schreiben ist ein echt gutes Ventil für mich.“ 

Solche Gefühle kommen auch in „Blood Sweat Tears“ zum Ausdruck. Das Video dazu gibt es bereits seit April zu sehen. „Ich finde, im Entstehungsprozess muss auf jeden Fall Leidenschaft mit einfließen, denn worüber singt man sonst? Dann sind es doch nur leere Worte, oder?“

Was steht nun also als Nächstes an? „Ich würde gern mit ein paar großen Produzenten zusammenarbeiten. Diplo und Major Lazer zum Beispiel finde ich wahnsinnig toll. Ich liebe Dancehall-Musik – von klein auf habe ich ziemlich viel Zeit in der Karibik verbracht, die ist für mich wie ein zweites Zuhause, und die Musik ist irgendwo tief in mir verwurzelt. Ich würde gern mehr mit meiner eigenen Musik experimentieren, dabei aber die poppigen Melodien und Vocals beibehalten.“ Für diesen Nachwuchsstar sehen wir Großes voraus, und um die Wartezeit zu überbrücken, können Sie hier auf H&M Magazine schon einmal den Film zu Harpers H&M-Fotoshooting sehen. Bald ist dann auch ihre neue EP zu haben, die in den kommenden Wochen erscheint.

HARPER

WOHNORT:
London – Harper kam in Bristol zur Welt und wuchs in South Wales auf. Mit 18 zog sie nach London.

TÄTIGKEIT:
Sängerin und Songwriterin – ihre neuste Single, Blood Sweat Tears, erzielte innerhalb der ersten zwei Monate 200.000 Views auf YouTube. Die Blood Sweat Tears EP wurde am 8. Mai 2016 veröffentlicht.

INSTAGRAM: @harpersounds

TWITTER: @harpersounds

Hier können Sie ihre neue Single „Skin“ hören.

https://soundcloud.com/harper-artist

 

HARPERS STYLE-TIPPS 

BLACK IS THE NEW BLACK
Schwarz ist meine Standardfarbe. Das ist so schön einfach – wenn einem nichts anderes einfällt, kann man immer auf etwas Schwarzes setzen. Ein Paar schwarze Stilettos zu einem kleinen Schwarzen – damit macht man nichts falsch. Das ist einfach cool.

EINFARBIG
Einfarbige Looks mag ich total gerne. Ich liebe zum Beispiel ein einfaches weißes T-Shirt, frisch vom Bügel, ganz schlicht und weiß. Und dazu ein Paar coole Jeans, egal ob skinny oder baggy. Darin sieht jeder gut aus.

IN JEANS INVESTIEREN
Es lohnt sich, ein bisschen Geld in ein gutes Paar Jeans zu stecken. Ich zum Beispiel habe breite Hüften und eine schmale Taille, deshalb brauche ich am besten eine Hose, die an der Taille eng sitzt und alles nach oben zieht, dadurch wirken die Beine auch länger. Ein schöner hoher Bund kann die Illusion von Länge schaffen. Für den Baggy-Look ist mein Tipp, einfach eine Größe größer zu kaufen und die Hosenbeine umzukrempeln. Ein super Look.

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